Vom Hohen Berg mit seinen Reben sind wir schon fast ganz hinuntergestiegen ins Tal des Leiselsbachs. Vor uns der Ortskern mit der evangelischen Kirche. Davor, in Fachwerk, das hübsche Dorfgemeinschaftshaus und weiter rechts das Laub des Riesenbaumes aus dem Hof des "Schlosses". Hinten, auf bereits wieder ansteigendem Gelände, eines der Neubaugebiete.
Und dann geht der Blick hinauf in Richtung Hungerberg: Felder bis zum Horizont meist Getreide. Ein Weg arbeitet sich, buschbestanden, auf die Höhe hinauf und hinüber nach Marnheim. Es ist die alte Heerstraße, die so gerade wie möglich über Land zog.
Gut 1150 urkundlich belegte Jahre hat der Ort schon hinter sich. Das "Goldene Buch" der Abtei Prüm bürgt dafür. Diese Abtei besaß damals das Patronat, das im Laufe der Geschichte ebenso häufig wechselte wie die Dorfherrschaft der adligen Familien, etwa der Herren von Oberstein, Wallbrunn, Nassau.