Auch hier haben wir den Überblick am besten von oben - vom Hang des Hungerbergs. Marnheim ist der südlichste Ort der Verbandsgemeinde. Vorn die langersehnte Umgehungsstraße, die von Ahornbäumchen flankiert wird. Alle Siedlungsteile von Grün umgeben, der Kern mit roten Dächern. Dahinter die Pfrimm, die sich baumbestanden durch die Gemarkung schlängelt. Neubaugebiete an drei Seiten. Aus der Ferne schauen Göllheim und Dreisen ein bisschen herüber. Als Horizont fungiert der Göllheimer Wald.
Marnheim, früher einmal Mawenheim, im Volksmund "Maarem", ist schon gut 1200 Jahre bezeugt, aber wahrscheinlich als Siedlungsgegend noch viel betagter; Funde deuten darauf hin. Im Mittelalter gehörte es längere Zeit zu Bolanden, später zur Kurpfalz, schließlich, im 18. Jahrhundert, zu Nassau-Weilburg, also Kirchheimbolanden.
Die Wirtschaft "Zum Kaisertisch" erinnert daran, dass es in Marnheim war, wo im Zusammenhang mit den Revolutionskämpfen von 1849 der Prinz von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., seine völkerrechtlich umstrittene "Erklärung der Rheinpfalz in den Kriegszustand" an einem gewissen Tisch unterzeichnete. Dieses historische Möbelstück kann man im Heimatmuseum in Kirchheimbolanden betrachten.