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Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Vollzeit
Leipzig
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An der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Fine Arts Leipzig ist zum 1.10.2027 die

W3-Professur (m/w/d) für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart mit den Schwerpunkten Geschichte und Theorie künstlerischer Praxis im erweiterten Kunstfeld sowie Bildgeschichte und -forschung (Kennzahl T/68/27)

unbefristet in Vollzeit zu besetzen. Erstmals Berufene können gemäß § 71 Abs. 2 Sächsisches Hochschulgesetz (SächsHSG) für bis zu zwei Jahre auf Probe eingestellt werden.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit etwa 550 Studierenden in vier Diplom-, einem Masterstudiengang sowie einem Studienprogramm für Geflüchtete und insgesamt etwa 100 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen gehört zu den ältesten Kunsthochschulen in Deutschland.

Gesucht wird eine herausragende, international vernetzte Persönlichkeit mit ausgewiesener Forschung im Bereich der Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart, die das Fach in großer inhaltlicher Breite in Forschung und Lehre an der Hochschule für Grafik und Buchkunst vertritt: Im Mittelpunkt steht einerseits die kritische Theoretisierung und Vermittlung von Methodologien und Epistemologien, die sich – über künstlerische, gestalterische Praxis hinaus – in einem hybridisierten Kunstfeld finden, zu dem auch weitere Formen kultureller Produktion und Ausstellungsgeschichte gehören. Andererseits liegt ein Schwerpunkt auf Bildgeschichte und -forschung – also auf der kritischen Theoretisierung und historisch differenzierten Auslegung tradierter visueller Erscheinungsformen – etwa Malerei. Erwartet wird zudem die Fähigkeit – ausgehend von kunsthistorischer Fundierung – auf Fragestellungen des sich dynamisch entwickelnden Kunstfeldes mit theoretischen Reflexionen der oben genannten Wissensgebiete und Diskurse zu antworten. Vorausgesetzt wird, dass derdie Stelleninhaberin die Breite der ästhetischen Phänomene in ihren kunstgeschichtlichen, politisch-gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhängen vermitteln sowie Produktions- und Forschungsprozesse in Kunst und Gestaltung reflektieren und anstoßen kann.

Neben national und international sichtbaren Forschungsleistungen wird ein besonderes Engagement in der Lehre und eine hohe Bereitschaft zur Präsenz vor Ort erwartet. Die von der Professur zu verantwortende Lehre findet am interdisziplinär ausgerichteten Institut für Theorie im Rahmen der Diplomstudiengänge der HGB statt (Malerei/Grafik, Medienkunst, Buchkunst/Grafik-Design, Fotografie). Vorausgesetzt wird ein Lehrangebot, das unter anderem den Anforderungen im Grundstudium mit einem fachspezifischen Vorlesungskonzept begegnet. Erwartet werden zudem Lehrangebote, die sich an Studierende eines neuen, interdisziplinär ausgerichteten Masterstudiengangs richten, der mit dem Profil der ausgeschriebenen Professur korrespondieren und Studierende aus Bereichen wie künstlerischer Forschung, kritischer Historiographie und Ästhetik sowie kuratorischer Studien gleichermaßen ansprechen soll.

Die Bewerber*innen müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 59 SächsHSG erfüllen. Die Professur setzt ein abgeschlossenes wissenschaftliches Studium im Fach Kunstgeschichte und eine besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit voraus. Diese wird durch eine überdurchschnittliche Promotion im Fachgebiet der Kunstgeschichte nachgewiesen. Darüber hinaus sind pädagogische Eignung, Lehrerfahrung an einer Hochschule und hochschuldidaktische Kenntnisse Voraussetzung. Erwartet werden zudem herausragende Forschungstätigkeiten im Berufungsgebiet, belegt durch eine Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen, die sich auf die Kunst der Moderne und Gegenwart sowie auf Theoretisierungen des hybriden Feldes aktueller künstlerischer Praxis vor dem Hintergrund ihrer historischen Dispositive konzentrieren.

Da die HGB Leipzig über das Promotionsrecht verfügt, wird von derdem künftigen Stelleninhaberin die Bereitschaft zur Vertiefung eigener Forschungsschwerpunkte, zur Betreuung von Promotionsvorhaben und den theoretischen Arbeiten künstlerischer Diplome erwartet. Ferner gehen wir davon aus, dass sich die*der zu Berufende durch ausgeprägte Sozialkompetenzen und Kenntnisse intersektionaler Diskriminierungsphänomene auszeichnet, an der Weiterentwicklung unserer Studiengänge mitwirkt und sich in kooperativen Forschungsvorhaben, der Einwerbung von Drittmitteln und im Rahmen von interdisziplinären und diskriminierungskritischen Lehrformaten engagiert. Zu den Aufgaben gehören zudem die exponierte, verantwortliche Mitarbeit in der Selbstverwaltung der Hochschule, die Mitwirkung bei der Abnahme von Prüfungen und in Stellenbesetzungs- und Berufungsverfahren sowie die Übernahme von Ämtern in den Gremien, die Förderung der Studierenden und des künstlerischen Nachwuchses, die Mitwirkung bei den Verfahren der Qualitätssicherung sowie die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in der Weiterbildung.

Die Lehrverpflichtung bestimmt sich nach der Sächsischen Dienst-aufgabenverordnung an Hochschulen (HSDAVO) in ihrer jeweils geltenden Fassung und beträgt aktuell 8 Lehrveranstaltungsstunden á 45 Minuten pro Woche der Vorlesungszeit. Erwartet werden sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in deutscher und englischer Sprache in Wort und Schrift. Derdie Stelleninhaberin muss in der Lage sein, Lehrveranstaltungen auch in englischer Sprache durchzuführen, um die Internationalisierung der Hochschule zu unterstützen. Die Lehr- und Amtssprache ist deutsch.

Die HGB versteht sich als eine Diversität wertschätzende Kunsthochschule und setzt sich für ein chancengerechtes und diskriminierungskritisches Lern-, Lehr- und Arbeitsumfeld ein. Unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und Perspektiven sehen wir als Bereicherung. Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Schwerbehinderte bzw. ihnen gleichgestellte Menschen werden entsprechend bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung besonders berücksichtigt. Ein Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Die HGB ist Mitglied der Charta „Familie in der Hochschule“ und fördert nachhaltige Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familienaufgaben und denen in Studium, Arbeit und Lehre.

Weitere Informationen über die Hochschule können abgerufen werden.

Bewerbungen mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Darstellung des wissenschaftlichen Entwicklungsweges, einer Publikationsliste mit fünf hervorgehobenen und für das Berufungsgebiet als besonders relevant eingeschätzten Veröffentlichungen, Textproben (Dissertation oder Habilitation sowie ein weiterer Text), Nachweisen über Lehrbefähigung und Lehrerfahrung, Lehrkonzept (max. 3 Seiten), Kopie aller relevanten Urkunden und Zeugnisse zu Hochschulabschlüssen und des höchsten erworbenen akademischen Grades sind bis zum 31.08.2026 bitte ausschließlich über unser Online-Bewerbungsportal einzureichen.

Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen geben Sie uns Ihre Einwilligung, Ihre von Ihnen übersendeten personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu verarbeiten (vgl. Artikel 6 DSGVO; siehe auch § 32 BDSG).

Bitte beachten Sie, dass die Hochschule Bewerbungs-, Fahrt- und Übernachtungskosten nicht erstattet.

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English Version:

The Academy of Fine Arts Leipzig (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) invites applications for a

permanent, full-time W3 Professorship (m/f/d) in Modern and Contemporary Art History, with a focus on the history and theory of artistic practice in the expanded art field and on visual studies,

starting October 1, 2027, reference number T/68/27.

In accordance with §71 (2) of the Saxon Higher Education Act (SächsHSG), first-time appointees may be employed on a probationary period of up to two years.

The Academy of Fine Arts Leipzig (HGB) is one of the oldest art academies in Germany. It currently enrolls approximately 550 students across four diploma programs, a master's program and a study program for refugees, and employs around 100 staff members.

We seek an outstanding, internationally networked scholar with proven research expertise in the history of modern and contemporary art, capable of representing the full breadth of the discipline in both research and teaching at the Academy of Fine Arts Leipzig: The position's core focus includes the critical theorization and teaching of methodologies and epistemologies within a hybridized art field—encompassing artistic and design practice alongside other forms of cultural production and exhibition history—as well as visual studies and the history of image-making, understood as the critical theorization and historically nuanced interpretation of traditional visual forms such as painting. Furthermore, we expect the successful candidate to build on a solid art-historical foundation in order to engage theoretically with emerging questions from this dynamically evolving field. Finally, the appointee will be expected to articulate the full spectrum of aesthetic phenomena within their art-historical, political-social, economic, and cultural contexts, and to reflect on and initiate production and research processes in art and design.

Beyond nationally and internationally visible research achievements, we expect a strong commitment to teaching and a consistent on-campus presence. Teaching duties are based at the interdisciplinary Institute for Theory and cover the HGB's diploma programs in Painting/Graphic Arts, Media Art, Book Art/Graphic Design, and Photography. Applicants are asked to submit a teaching portfolio that addresses the foundation curriculum requirements and includes a concept for a lecture course in the professorship's field.

The successful candidate will be expected to offer courses for a new interdisciplinary master's program that aligns with the professorship's profile and is designed to appeal equally to students in artistic research, critical art history and aesthetics, and curatorial studies.

Candidates must fulfill the appointment requirements set out in §59 of the Saxon Higher Education Act (SächsHSG). The professorship requires a completed university degree in art history and a demonstrated aptitude for scholarly research, as evidenced by an above-average doctorate in the field. Pedagogical aptitude, teaching experience at the university level, and familiarity with higher education didactics are also essential. Moreover, we expect outstanding research activity in the field, documented by a habilitation or equivalent scholarly achievements. This body of work must concentrate equally on modern and contemporary art and on theoretical engagements with the hybrid field of current artistic practice - specifically by situating that practice within its historical contexts. This research record must also include at least one additional scholarly monograph.

Since the HGB Leipzig holds the right to award doctoral degrees, we expect the appointee to deepen their own research foci, supervise doctoral candidates, and advise on the theoretical thesis of the artistic diploma. Furthermore, we expect strong social competences and an awareness of intersectional forms of discrimination, alongside a commitment to further developing our study programs, engaging in cooperative research projects, securing third-party funding, and delivering interdisciplinary, discrimination-critical teaching formats. Additional duties include active participation in academic self-administration, involvement in examinations and appointment procedures, service on committees, support for students and emerging artists, as well as contributions to quality assurance provisons and continuing education. The teaching load is set by the Saxon Service Regulations for Higher Education Institutions (HSDAVO) in its current version and currently amounts to 8 teaching hours (45 minutes each) per week during the lecture period. We expect excellent written and spoken communication skills in both German and English; the appointee must be able to teach in English to support the academy's internationalization, though the standard language of instruction and official communication is German.

The HGB is an art academy that values diversity and is committed to fostering an equitable, inclusive, and anti-discriminatory environment for studying, teaching, and working. We regard different life experiences and perspectives as a strength. We welcome applications regardless of cultural and social background, gender, religion, disability, age, or sexual identity. In cases of equal suitability, qualifications, and professional performance, preference will be given to applicants with severe disabilities or those with equivalent status. Proof of such status must be included with the application materials. The HGB is a signatory to the "Family in Higher Education" charter and actively promotes equal opportunities and the reconciliation of family responsibilities with study, work, and teaching.

Further information about the academy can be found at the .

Applications including a letter of motivation, a tabular curriculum vitae, a description of the academic career path, a list of publications highlighting five works considered particularly relevant to the field of appointment, text samples (dissertation or habilitation and one additional text), evidence of teaching qualifications and teaching experience, a teaching concept (max. 3 pages), and copies of all relevant certificates and diplomas for university degrees and the highest academic degree obtained must be submitted by August 31, 2026, exclusively via the HGB's online application portal.

By submitting your application documents, you give the HGB your consent to process the personal data you have provided for the purpose of conducting the application procedure (cf. Article 6 GDPR; see also §32 BDSG).

Please note that the academy does not reimburse application, travel, or accommodation costs.