Altersstufe Klassen 8–10
Genre Architektur / Gestaltung
In Gruppen entstehen aus Holz und Fundmaterialien experimentelle Sitzobjekte mit ungewöhnlichen räumlichen Eigenschaften. Der gemeinsame Bauprozess untersucht Haltung, Nähe und Gemeinschaft und mündet in einer langen gemeinsamen Tafel.
Klassen 8–10
Ziel des Workshops ist es, gemeinsames Gestalten als kreativen und handlungsorientierten Prozess erfahrbar zu machen. Die Teilnehmenden entwickeln räumliches Denken, Teamfähigkeit und handwerkliche Grundlagen und erleben, wie aus Material, Idee und Zusammenarbeit soziale Situationen entstehen.
WERK STATT STADT I | Lange Tafel versteht Gestaltung als gemeinschaftlichen, praktischen und experimentellen Prozess. Auf einem weitläufigen, im Kieler Stadtteil Pries gelegenen Gelände, das gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, entstehen zwischen Werkstatt, Halle, Außenraum und vorhandenen Fundmaterialien in kleinen Gruppen ungewöhnliche Sitzobjekte im Maßstab 1:1.
Ausgangspunkt sind zugeloste räumliche Eigenschaften oder spielerische „Level-Ups“, die die Entwürfe herausfordern: besonders hoch, besonders breit, gemeinschaftlich nutzbar, instabil oder ergänzt durch ein unerwartetes Fundobjekt. So entstehen keine klassischen Möbelstücke, sondern experimentelle Objekte zwischen Funktion, Skulptur und sozialer Situation.
Nach einer Einführung in Material, Werkzeug und sichere Arbeitsabläufe entwickeln die Gruppen erste Ideen, testen Konstruktionen, improvisieren und setzen ihre Entwürfe gemeinschaftlich um. Größere Maschinen werden ausschließlich durch die Betreuung bedient.
Der Workshop verbindet handwerkliches Arbeiten, räumliches Denken, Teamarbeit und kreative Problemlösung mit körperlicher Erfahrung und unmittelbarer Materialpraxis.
Die entstandenen Objekte werden auf dem Gelände als temporäre Ausstellung inszeniert, ausprobiert und präsentiert. Ergänzend dokumentieren die Teilnehmenden ihre Arbeiten auf vorbereiteten A2-Plakaten, auf denen die Sitzobjekte zeichnerisch in kleinerem Maßstab übertragen und reflektiert werden.
Den Abschluss bildet eine gemeinsame lange Tafel: Aus individuellen Experimenten wird eine kollektive räumliche Situation, in der die selbst entwickelten Objekte erstmals gemeinsam genutzt, getestet und erlebt werden.
Tag 1 – Ankommen / Einführung / Ideenfindung
Kennenlernen des Geländes, Einführung in Material, Werkzeug und sichere Arbeitsabläufe. Vorstellung des Projekts sowie Bildung kleiner Arbeitsgruppen. Durch zugeloste räumliche Eigenschaften und spielerische „Level-Ups“ entwickeln die Gruppen erste Ideen und Entwurfsskizzen.
Tag 2–3 – Entwurf & Bauphase
Aus vorhandenen Holz- und Fundmaterialien entstehen experimentelle Sitzobjekte im Maßstab 1:1. Die Gruppen testen Konstruktionen, improvisieren, verwerfen und entwickeln ihre Objekte gemeinschaftlich weiter. Größere Maschinen werden ausschließlich durch die Betreuung bedient.
Tag 4 – Fertigstellung / Dokumentation / Inszenierung
Abschluss der Bauphase, Testen der Objekte sowie Positionierung auf dem Gelände als temporäre Ausstellung. Ergänzend dokumentieren die Teilnehmenden ihre Arbeiten auf vorbereiteten A2-Projektplakaten durch zeichnerische Übertragung, Reflexion und Präsentationsvorbereitung.
Tag 5 – Präsentation / Lange Tafel / Abschluss
Rundgang und Präsentation der entstandenen Arbeiten. Die experimentellen Sitzobjekte werden erprobt und diskutiert. Abschluss bildet eine gemeinsame lange Tafel, bei der die individuellen Arbeiten erstmals als kollektive räumliche Situation zusammengeführt werden.