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Muthesius Kunsthochschule Workshops
Sonstige
Kiel
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Altersstufe Ab 16

Genre Film

Wir. – Was uns trennt, was uns eint

Kurzbeschreibung

Wer bin ich eigentlich? Diese scheinbar einfache Frage begleitet uns ein Leben lang. Im Alltag lernen wir, uns selbst über Rollen, Eigenschaften und Zuschreibungen zu verstehen. Doch wie erleben wir uns aus unserer eigenen Perspektive? Und was verbindet unser persönliches Erleben mit dem Erleben anderer?

Ausgehend vom bekannten Spiel „Wer bin ich?“ erforscht dieser Workshop die Beziehung zwischen Selbstwahrnehmung, Identität und Gemeinschaft. Mit zeichnerischen, spielerischen, erzählerischen und filmischen Methoden setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Perspektiven auf das Ich auseinander. Dabei entstehen kreative Experimente, Gespräche und möglicherweise auch filmische Arbeiten, die neue Blickwinkel auf das Verhältnis von Individuum und Kollektiv eröffnen.

Altersstufe

Ab 16

Zielsetzung

Der Workshop fördert die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Identität und Perspektivwechsel. Die Teilnehmenden werden angeregt,

  • die eigene Selbst- und Fremdwahrnehmung zu reflektieren,
  • unterschiedliche Perspektiven bewusst wahrzunehmen und einzunehmen,
  • kreative Ausdrucksformen für subjektive Erfahrungen zu entwickeln,
  • Empathie und Verständnis für andere Sichtweisen zu stärken,
  • die Beziehung zwischen individuellem Erleben und gesellschaftlichem Miteinander zu untersuchen,
  • grundlegende filmische und künstlerische Gestaltungsmittel kennenzulernen.

Projektbeschreibung ausführlich

Im Zentrum des Workshops steht die Frage, wie wir uns selbst wahrnehmen und darstellen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass wir unser eigenes Ich niemals unmittelbar sehen oder beschreiben können, sondern stets durch Spiegelungen, Bilder, Sprache oder die Wahrnehmung anderer vermittelt erfahren.

Gemeinsam erforschen die Teilnehmenden verschiedene Formen subjektiver Perspektive. Durch Beobachtungsübungen, Zeichnungen, Gespräche, kleine Performances und filmische Experimente mit Smartphones untersuchen sie, wie Wahrnehmung entsteht und wie Geschichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt werden können.

Besonderes Augenmerk liegt auf der filmischen Subjektive: Wie verändert sich eine Geschichte, wenn sie nicht von außen, sondern aus der Sicht einer beteiligten Person erzählt wird? Welche Rolle spielen Sprache, Bilder und Körper dabei? Die Ergebnisse werden gemeinsam reflektiert und können – je nach Zeitrahmen – in einen kurzen Film oder eine gemeinsame Präsentation münden.

Ablaufplan

Dauer: 3 Tage, optional bis zu 5.

Tag 1: Wer bin ich? – Wahrnehmung und Selbstbild

  • Kennenlernen und Einstieg über spielerische Identitätsübungen
  • Einführung in das Thema Perspektive und Selbstwahrnehmung
  • Zeichnerische und beobachtende Übungen
  • Reflexion: Wie sehen mich andere? Wie sehe ich mich selbst?
  • Gemeinsame Sammlung von Fragen und Themen

Tag 2: Die subjektive Perspektive

  • Einführung in subjektive Wahrnehmung im Alltag und im Film
  • Praktische Smartphone-Übungen zur subjektiven Kamera
  • Erzählerische Experimente aus unterschiedlichen Blickwinkeln
  • Auswertung und Diskussion der entstandenen Arbeiten
  • Entwicklung eigener Ideen für kleine Szenen oder Geschichten

Tag 3: Ich und Wir

  • Gruppenarbeit zu den Themen Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Perspektivwechsel
  • Performative und kreative Experimente
  • Präsentation der Ergebnisse
  • Gemeinsame Reflexion und Abschlussrunde