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Ruhr-Universität Bochum

Ruhr-Universität Bochum
Vollzeit, Teilzeit
Bochum
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Medizinische Fakultät:
Institut für Diversitätsmedizin
Abteilung für Versorgungsforschung

Wir suchen zum 01.12.2026 befristet in Teilzeit (29,8725 Std./Woche = 75 %) eine*n

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d) - Prozessevaluation und ethische Begleitevaluation digitaler Versorgungsinterventionen

Die Abteilung für Versorgungsforschung am Institut für Diversitätsmedizin entwickelt und evaluiert innovative, patientenzentrierte Versorgungsmodelle mit dem Ziel, die gesundheitliche Versorgung diversitätssensibel, evidenzbasiert und digital zu verbessern.

Die ausgeschriebene Stelle ist in ein drittmittelgefördertes Forschungsprojekt zur Optimierung der Versorgung von Patient:innen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) eingebunden. Ziel des Projekts ist es, ineffiziente Versorgungspfade von Patient:innen mit chronischen, unspezifischen Rückenschmerzen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz frühzeitig zu erkennen und die Diagnosestellung einer axSpA zu beschleunigen. Hierzu werden Routinedaten genutzt, um mittels eines KI-gestützten Diagnosealgorithmus Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko zu identifizieren und einer weiterführenden rheumatologischen Diagnostik zuzuführen. Durch eine frühere Diagnosestellung soll eine zielgerichtete Therapie schneller eingeleitet, die Versorgungsqualität verbessert und ineffiziente Versorgungspfade vermieden werden. Die zu besetzende Stelle verantwortet die wissenschaftliche Prozessevaluation sowie die ethische Begleitevaluation der Intervention. Im Rahmen einer Mixed-Methods-Evaluation werden die Umsetzung der Intervention, ihre Akzeptanz bei Patient:innen und weiteren Beteiligten sowie förderliche und hemmende Faktoren der Implementierung untersucht. Darüber hinaus werden ethische Fragestellungen der KI-gestützten Bedarfserkennung und der digitalen Kommunikation von Erkrankungsrisiken analysiert und gemeinsam mit relevanten Stakeholdern reflektiert.

Umfang: Teilzeit
Dauer: befristet, 42 Monate
Beginn: zum 01.12.2026
Bewerben bis: 07.09.2026

Ihre Aufgaben:

  • Konzeption und Durchführung der formativen Prozessevaluation
  • Evaluation von Programmtreue (Fidelity), Ressourcen, Programmreichweite und Programmakzeptanz mittels Mixed-Methods-Ansatz
  • Planung, Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit Patient:innen und weiteren relevanten Stakeholdern
  • Analyse qualitativer und quantitativer Evaluationsdaten
  • Durchführung der ethischen und normativen Begleitevaluation mit Fokus auf ethische Fragestellungen digitaler Gesundheitsinterventionen (u. a. Ansprache potenzieller Teilnehmender über eine App sowie Kommunikation individueller Gesundheitsrisiken)
  • Entwicklung partizipativer Reflexions- und Anpassungsprozesse gemeinsam mit Patient:innen
  • Erstellung wissenschaftlicher Publikationen und Präsentation der Ergebnisse auf nationalen und internationalen Kongressen
  • Mitarbeit im Projektmanagement sowie Abstimmung mit den Projektpartnern

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium in Public Health, Versorgungsforschung, Gesundheitswissenschaften, Medizinethik, Psychologie, Soziologie oder einer vergleichbaren Disziplin
  • fundierte Erfahrung mit qualitativen Forschungsmethoden und qualitativer Datenanalyse
  • Kenntnisse in der Prozessevaluation komplexer Interventionen und/oder Implementierungsforschung sind von Vorteil
  • Erfahrungen im Bereich Mixed Methods und statistischer Auswertungen
  • Interesse an ethischen Fragestellungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen
  • selbstständige, strukturierte und teamorientierte Arbeitsweise
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Wir bieten:

Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben mit hoher Eigenverantwortung, Zusammenarbeit in einem engagierten und wertschätzenden Team, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (u.a. Betreuungsvermittlung/Ferienangebote/mobiles Kinderzimmer)

  • eine offene, diversitätssensible Arbeitskultur, in der unterschiedliche Perspektiven ausdrücklich willkommen sind
  • einen Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe zu universitärer Infrastruktur, Forschungseinrichtungen und klinischen Kooperationspartnern

Weitergehende Informationen:

Die Beschäftigung erfolgt im Angestelltenverhältnis und richtet sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L).
Die Eingruppierung erfolgt bei Erfüllung der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen in Entgeltgruppe E13 TV-L.

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter .

Der Dienstort ist die Ruhr-Universität Bochum.

Erfolgt die Finanzierung bei der Einstellung ausschließlich von externen Drittmittelgebern, besteht für die Beschäftigten keine Verpflichtung zur Übernahme von Lehrverpflichtungen.
Diese Stelle wird vorbehaltlich des finalen Förderbescheids ausgeschrieben. Bewerbungen sind auch von Personen mit einem bereits abgeschlossenen Promotionsstudium willkommen.

Die RUB versteht sich als Universität mit internationaler Ausstrahlung. Campussprachen sind Deutsch und Englisch. Kompetenzen in mindestens einer der beiden Sprachen und die Bereitschaft, sich die andere anzueignen, werden vorausgesetzt. Die RUB stellt entsprechende kostenfreie Angebote für Mitarbeitende zur Verfügung.

Der Personalrat hat das Recht, an allen Auswahlgesprächen teilzunehmen. Auf Wunsch einer bewerbenden Person (m/w/d) sichert er seine Teilnahme am gesamten Verfahren zu. Bitte wenden Sie sich an wpr@rub.de.

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungs­universitäten in Deutschland. Als reform­orientierte Campus­universität vereint sie in einzig­artiger Weise die gesamte Spann­breite der großen Wissenschafts­bereiche an einem Ort. Das dynamische Mit­einander von Fächern und Fächer­kulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleicher­maßen besondere Chancen zur inter­disziplinären Zusammen­arbeit.

Die RUB steht für Diversität und Chancengleichheit. Daher fördern wir die Zusammenarbeit heterogener Teams und den beruflichen Weg von Menschen, die in den jeweiligen Arbeitsbereichen unterrepräsentiert sind. Die RUB wünscht ausdrücklich die Bewerbung von Frauen. In Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, werden sie bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind uns ebenfalls sehr willkommen.

Ansprechpersonen für weitere Informationen:

Prof. Dr. Ina Otte , Tel.: +49 234 32 12385

Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Verdienstausfall bzw. sonstige Bewerbungskosten für Vorstellungsgespräche können leider nicht erstattet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter Angabe der ANR 5977 bis zum 07.09.2026 über unser Online-Bewerbungsportal

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