Einrichtung: Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (Fachbereich Chemie), Institut für Technische und Makromolekulare Chemie
Wertigkeit: EGR. 13 TV-L
Arbeitsbeginn: 01.01.2027, befristet für die Dauer von zunächst drei Jahren (auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz)
Bewerbungsschluss: 15.10.2026
Arbeitsumfang: Teilzeit
Wochenstunden: 65 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit
Im Zeitraum 01.01.-30.04.2027 umfassen die Aufgaben zu 30 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit wissenschaftliche Dienstleistungen im Projekt SFB1615 und zu 35 % wissenschaftliche Dienstleistungen vorrangig in der Forschung und der Lehre. Im Zeitraum 01.05.2027 bis 31.12.2029 umfassen die Aufgaben ausschließlich wissenschaftliche Dienstleistungen vorrangig in der Forschung und der Lehre.
Es besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterbildung. Insbesondere zur Anfertigung einer Dissertation steht im Zeitraum 01.01.-30.04.2027 mindestens ein Drittel der 35 % und im Zeitraum 01.05.2027-31.12.2029 ein Drittel der gesamten Arbeitszeit zur Verfügung.
Die Arbeitsgruppe Albert an der Universität Hamburg beschäftigt sich in enger Zusammenarbeit mit industriellen und akademischen Partner:innen mit der Substitution fossiler Basischemikalien durch Chemiegrundstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Im Mittelpunkt stehen innovative katalytische Konzepte, die eine gezielte Wertschöpfung aus organischen Ressourcen ermöglichen und dabei die Komplexität realer Rohstoffströme adressieren. Vor dem Hintergrund der notwendigen Abkehr von fossilen Rohstoffen wie Kohle, Erdöl und Gas hin zu nachhaltigeren organischen Ressourcen bietet insbesondere lignocellulosehaltige Biomasse ein großes Substitutionspotenzial.
Eine der größten wissenschaftlichen Hürden beim Übergang von Biomasseprozessen in den industriellen Maßstab ist die inhomogene Dynamik dieser Reaktionssysteme. Häufig laufen diese Prozesse in komplexen Gemischen ab (z. B. Flüssig/Flüssig, Gas/Flüssig oder Gas/Flüssig/Fest), bei denen Transportprozesse, Konzentrationsgradienten, Temperaturverteilungen und die tatsächliche Bildung sowie Umwandlung von Zwischenprodukten das Gesamtergebnis dominieren.
Vor diesem Hintergrund soll sich die ausgeschriebene Stelle insbesondere der in-situ Reaktionsverfolgung für thermokatalytische Prozesse zur Wertschöpfung aus nachhaltigen Kohlenstoffquellen widmen – mit Fokus auf Mehrphasenkatalyse in Flüssig/Flüssig-, Gas-Flüssig- oder Gas/Flüssig/Fest-Systemen. Ziel ist es, geeignete Mess- und Auswertestrategien zu entwickeln, die unter realitätsnahen Betriebsbedingungen die zeitaufgelösten Reaktionspfade und Schlüssel-Intermediate erfassen. Damit sollen Zusammenhänge zwischen Prozessparametern, Katalysatoreigenschaften und Produktbildung nicht nur beobachtbar, sondern erklärbar und steuerbar gemacht werden.
Die Stelle ist mit einer Lehrverpflichtung in Höhe von 1,4 LVS im Zeitraum 01.01.2027 bis 30.04.2027 und ab dem 01.05.2027 mit 2,6 LVS verbunden.
Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums.
Diese Stelle ist für Personen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium (ohne Promotion) in Technischer Chemie, Chemieingenieurwesen, Chemischer Verfahrenstechnik oder analytischer Chemie zu besetzen. Hierbei sind explizit auch Bewerbungen von Absolvent:innen einer Fachhochschule erwünscht (vorbehaltlich der Anerkennung durch die Universität Hamburg).
Erfahrungen im Umgang mit Mehrphasen-Katalyse und Hochdruck-Reaktoren sind erforderlich. Zudem sind Praxiserfahrungen im Arbeiten in chemischen Laboratorien notwendig. Vorkenntnisse in der chemischen Reaktionstechnik, der technischen Chemie oder dem online-Reaktionsmonitoring sind wünschenswert. Ebenso sind Erfahrungen in der Durchführung und Auswertung verschiedener (in-situ) Analytik-Methoden, wie der optischen Spektroskopie (IR, UV-Vis, Raman), elektrochemischer Sensorik (pH, Leitfähigkeit, …) sowie der Chromatographie und Massenspektrometrie (qualitative und quantitative GC und GC-MS, HPLC) erforderlich.
Sie sollten die Fähigkeiten besitzen eigenständig und kreativ zu arbeiten, eigene Ergebnisse kritisch zu bewerten und in einem internationalen und interdisziplinären Forschungsteam zusammenzuarbeiten. Gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift auf Deutsch- und Englisch (mind. eine der beiden Sprachen auf Level C1) sind erforderlich. Wir legen großen Wert auf Interdisziplinarität und Kommunikationsfähigkeit. Bewerber:innen mit einer Staatsbürgerschaft aus einem Nicht-EU-Land müssen zum Einstellungsdatum ein gültiges Visum vorweisen können.
Sichere Vergütung nach Tarif
Weiterbildungsmöglichkeiten
Betriebliche Altersvorsorge
Attraktive Lage
Flexible Arbeitszeiten
Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Gesundheitsmanagement, EGYM Wellpass
Bildungsurlaub
30 Tage Urlaub/Jahr
Die Exzellenzuniversität Hamburg gehört zu den forschungsstärksten Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen Deutschlands. Durch Forschung und Lehre, Bildung und Wissenstransfer auf höchstem Niveau fördern wir die Entwicklung einer neuen Generation verantwortungsbewusster Weltbürger:innen, die den globalen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Mit unserem Leitmotiv „Innovating and Cooperating for a Sustainable Future in a Digital Age“ gestalten wir die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Partnerinstitutionen in der Metropolregion Hamburg und weltweit. Wir laden Sie ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, um gemeinsam mit uns einen nachhaltigen und digitalen Wandel für eine dynamische und pluralistische Gesellschaft zu gestalten.
Die Universität Hamburg engagiert sich für Chancengerechtigkeit. Vielfalt bereichert unser universitäres Leben in Studium, Forschung, Lehre, Bildung und am Arbeitsplatz. Wir begrüßen daher alle Bewerbungen, unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung sowie Behinderung oder Erkrankung.
Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten bewerbenden Personen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.
Hinweis zur Regelanfrage nach § 34a Hamburgisches Sicherheitsüberprüfungsgesetz: Die Dienststelle stellt für die im Auswahlverfahren ausgewählte Person eine Anfrage beim Landesamt für Verfassungsschutz über dort vorliegende Erkenntnisse, wenn dafür die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen ( und ).
Prof. Dr.-Ing. Jakob Albert
Dr.-Ing. Dorothea Voß
Bundesstraße 45
20146 Hamburg
206
15.10.2026
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