Expert Recruiting
Stellenangebote Berufsfelder Arbeitgeber für Arbeitgeber Impressum
Universität Kassel

Universität Kassel
Teilzeit, Befristet
Kassel
Jetzt bewerben

Die Universität Kassel ist eine dynamische Universität mit rund 21.000 Studierenden. Sie hat ein außergewöhnlich breites Profil mit den Kompetenzfeldern Natur, Technik, Kultur und Gesellschaft.

Im Fachbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen, Institut für Baustatik und Baudynamik – Fachgebiet Baumechanik/Baudynamik (Prof. Dr.-Ing. Detlef Kuhl) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die folgende Stelle zu besetzen:

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m/w/d), EG 13 TV-H, befristet, Teilzeit (derzeit 20 Wochenstunden)

Bewerbungsfrist: 23.01.2026

Einstellungsbeginn: baldmöglichst

Kennziffer: 39005
Teilzeit mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit einer/eines Vollzeitbeschäftigten. Die Stelle ist, vorbehaltlich der Mittelbewilligung, im Rahmen des Vorhabens „Entwicklung von Berechnungs- und Prognosemodellen zur Potenzialermittlung und Bestimmung der Versorgungssicherheit bei der hydrothermalen Nutzung von Fließwassern“, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), zunächst für die Dauer von zwei Jahren befristet gemäß WissZeitVG. Die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben.

Das Forschungsprojekt: DBU 39693/01

Aktuell spielt in Deutschland die Wärmegewinnung aus Fließgewässern keine nennenswerte Rolle, obwohl diese Umweltwärmequelle auf Grund ihrer hohen Leistungsdichte, flächendeckenden Verfügbarkeit, kostengünstigen Erschließbarkeit und ihres großen Potenzials einen entscheidenden Beitrag zur schnellen Umsetzung der Wärmewende leisten kann. Es ist das Ziel des Forschungsvorhabens, die Fließgewässerwärmenutzung in Deutschland voranzubringen und für die Umsetzung in der kommunalen Wärmeplanung (KWP) aufzubereiten.

Hierfür soll im Forschungsvorhaben ein gemeindesscharfes standortspezifisches Mehrskalenmodell entwickelt, optimiert und modellhaft erprobt werden, wobei die Bundesebene die makroskopische, die Landesebene die mesoskopische und die kommunale Ebene die mikroskopische Modellierungs- und Untersuchungsebene darstellen. Eine vertiefte Untersuchung des Flusswärmepotenzials auf Bundes-, Landes- und Flussgebietseinheitenebene existiert bisher in Deutschland nicht und soll im Vorhaben im Rahmen der Methodenentwicklung und Validierung erfolgen.

Für die erfolgreiche Umsetzung von Flusswärmeprojekten ist des Weiteren zu klären, wie solche Projekte technisch umsetzbar sind, zu welchen Kosten und wie können sie genehmigt werden. Zur Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse für aquathermische Anlagen soll daher im Vorhaben eine Arbeitshilfe für die Entwicklung, Bewertung und Umsetzung aquathermischer Projekte erstellt werden. Hierbei werden technische, wirtschaftliche und genehmigungsrechtliche Fragestellungen geklärt und Lösungen aufgezeigt. Die zu entwickelnde Arbeitshilfe soll eine hohe Universalität aufweisen, so dass sie für die Planung und Genehmigung aquathermischer Projekte in den verschiedenen Bundesländern in Hinblick auf die Bundes- und Landesgesetzgebung als auch auf die EU-Vorgaben eingesetzt werden kann. In der Arbeitshilfe sollen darüber hinaus in Abstimmung mit dem einzurichtenden Projekt begleitenden Beirat neben der Zusammenstellung des aktuellen Standes der Genehmigungsverfahren Ansätze und Lösungsvorschläge erarbeitet werden, um Genehmigungsverfahren zur aquathermischen Nutzung zielgerichtet weiterentwickeln zu können.

Aufgaben:

  • Entwicklung und Aufbau der Berechnungsmodelle für das Aquathermiepotenzial mit einem Mehr-Skalen Ansatz auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie für Flussgebietseinheiten
  • Methodenentwicklung zur flächen- und standortscharfen Potenzialausweisung für die Gewinnung der Umweltwärme aus Fließgewässern, Abwässern und Uferfiltrat
  • Datenakquise und -aufarbeitung (Datenerfassung, Aufbereitung und Auswertung) hydrologischer Daten der Fließgewässer sowie Temperaturdaten für die Validierung der Berechnungsmodelle
  • Validierung der Berechnungsmodelle für das Aquathermiepotenzial mit Mehr-Skalen Ansatz an ausgewählten Flussgebieten, Gebietskörperschaften (Bund, Land, Kommunen) und Standorten
  • Erprobung des Mehrskalen-Modells für das Bundesgebiet, die Flussgebietseinheiten in Deutschland sowie die 16 Bundesländer als Gesamtpotenzial des jeweiligen Bundeslandes. An ausgewählten Beispielen wird das Modell bis auf die Mikroebene weiter herunterskaliert zur Prüfung der Detailierungstiefe und Präzision der Berechnungsergebnisse
  • Entwicklung einer Arbeitshilfe für Planungs- und Genehmigungsprozesse unter Berücksichtigung von technischen, wirtschaftlichen, genehmigungsrechtlichen Fragestellungen
  • Klassifizierung und Beurteilung relevanter wasserrechtlicher Genehmigungsschritte, Vorschriften, Gesetze und Verordnungen für eine Genehmigung aquathermischer Anlagen
  • Entwicklung einer Arbeitshilfe für die Bewertung und Entwicklung aquathermischer Projekte für Planungs- und Genehmigungsprozesse zur Beschleunigung der Flusswärmenutzung, Bewertung von Möglichkeiten zur Standardisierung von Verfahrensschritten unter Berücksichtigung der technischen, rechtlichen und wasserwirtschaftlichen Randbedingungen für eine gewässerökologisch verträgliche Wärmenutzung
  • Untersuchung der technischen Möglichkeiten zur Erschließung der Aquathermie für kleine, mittlere und große Fließgewässer, beispielsweise bei Nutzung von kombinierten Wasser-Wärme-Kraftwerken
  • Bewertung von Strategien zur Erschließung und Abschätzung von Potenzialen zur Wärmeversorgung von Gemeinden, Haushalten, öffentlichen Einrichtungen, Industrie- und Gewerbebetrieben aus Fließgewässern
  • Veröffentlichung und Darstellung der Projektergebnisse
  • Mitarbeit in Fachausschüssen im Bereich Wasserkraft
  • Präsentation und wissenschaftliche Veröffentlichung der erzielten Forschungsresultate
  • Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Verbänden der Energie- und Wärmewirtschaft
  • Durchführung und Leitung von Workshops zum Thema „Grüne Nah- und Fernwärme aus Fließgewässern

Voraussetzungen:

  • Mit mindestens gutem Erfolg abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium des Bauingenieurwesens oder einer vergleichbaren Fachrichtung. Der geforderte Abschluss muss spätestens zum Einstellungstermin vorliegen.
  • Kenntnisse bei der Modellierung von Fließgewässern
  • Kenntnisse im Bereich des Wasserbaus und des wasserbaulichen Genehmigungsrechts
  • Kenntnisse im Bereich der Erneuerbaren Energien insbesondere der Wasserkraft
  • Kenntnisse auf dem Gebiet der Aquathermie, insbesondere der Flussthermie und Abwasserthermie
  • Erfahrung in der Drittmittelaquise
  • Erfahrung bei Kooperationsprojekten mit der Industrie
  • Deutschkenntnisse fließend in Wort und Schrift
  • Wissenschaftliche Begeisterungsfähigkeit

Von Vorteil sind:

  • Mitgliedschaft in Fachausschüssen im Bereich Wasserkraft
  • Wissenschaftliche Untersuchung von Wasserkraft- und Wärmepotenzialen
  • Kenntnisse im Bereich der Wasserkraftnutzung und der Entwicklung von Wasserkraftanlagen und Wasserkraftmaschinen

Für Rückfragen steht Prof. Dr.-Ing. Detlef Kuhl, Tel.: +49 561 804-1815, zur Verfügung.

Unser Angebot:

als Beschäftigte:r der Universität Kassel

  • eröffnet sich Ihnen ein interessantes und vielfältiges Aufgabengebiet im Rahmen einer modernen und aufstrebenden Universität,
  • werden Sie Teil eines interdisziplinären Teams mit guter und kollegialer Arbeitsatmosphäre,
  • besteht für Sie die Möglichkeit, an fachlichen und überfachlichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen,
  • befindet sich Ihr Arbeitsplatz mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, der derzeit für Sie kostenlos nutzbar ist.

Profitieren Sie darüber hinaus von den vielfältigen Vorteilen eines Beschäftigungsverhältnisses im öffentlichen Dienst, wie u. a.:

  • einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung (VBL),
  • einem optionalen Kinderzuschlag gem. TV-Hessen, einer familienfreundlichen Hochschule (u. a. Kinderbetreuung für Notfälle),
  • einer Jahressonderzahlung im Monat November,
  • einem Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen,
  • einer Förderung des ehrenamtlichen Engagements,
  • einer kostengünstigen Teilnahme am Hochschulsport und am vollständigen Fitnessangebot im Rahmen von Unifit sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Weitere Stellen finden Sie unter stellen.uni-kassel.de

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen aussagekräftigen Unterlagen unter der Angabe der Kennziffer im Betreff über das Online-Formular. Weitere Informationen hierzu haben wir in unseren für Sie zusammengestellt.

In Ausnahmefällen nehmen wir Ihre Bewerbungsunterlagen unter Nennung der Kennziffer auch in Papierform bzw. über das E-Mail-Postfach entgegen.

Bitte reichen Sie bei postalischen Bewerbungen Ihre Unterlagen nur in Kopie (keine Mappen) ein, da diese nicht zurückgesandt werden können. Alle Unterlagen werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen vernichtet.

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns ein wichtiges Anliegen, daher werden wir mit Ihren persönlichen Daten sorgfältig umgehen. Wenn Sie uns Ihre Daten geben, gestatten Sie uns damit die Speicherung und Nutzung im Sinne des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes. Hiergegen können Sie jederzeit Widerspruch einlegen. Ihre personenbezogenen Daten werden dann gelöscht.

Informationen nach Artikel 13 DS-GVO zur Erhebung personenbezogener Daten finden Sie unter:

Hinweise und FAQ zur Bewerbung auf ein Stellenangebot:

Die Universität Kassel ist in hohem Maße an der beruflichen Zufriedenheit ihrer Bediensteten interessiert. Sie ist ausgezeichnet als familiengerechte Hochschule und im Sinne der Chancengleichheit bestrebt, allen die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und bestehenden Nachteilen entgegenzuwirken. Sie fördert den Family Welcome Service und bei wissenschaftlich und akademisch zu besetzenden Stellen auch den Dual Career Service. Es gehört zu den strategischen Zielen der Universität Kassel, den Anteil von Frauen in Forschung und Lehre deutlich zu steigern. Bewerbungen von Frauen sind deshalb besonders erwünscht. Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Bewerber:innen erhalten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung den Vorzug. Vollzeitstellen sind (außer bei der Besetzung von Beamtenstellen) grundsätzlich teilbar.