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Universität Münster

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Vollzeit, Teilzeit
Münster

Wissen schaffen. Sinnvolles tun. Zukunft mitgestalten. Dafür steht die Universität Münster - eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands und eine der größten Arbeitgeberinnen der Region. Über 7.000 Beschäftigte engagieren sich täglich für internationale Spitzenforschung und exzellente Lehre. Was uns verbindet ist mehr als ein Arbeitsplatz: Es ist der Anspruch, gemeinsam etwas zu bewirken - regional und international. Vielfalt, Offenheit und Freiraum für eigene Ideen prägen unseren Alltag. Werden Sie Teil unseres Teams in Wissenschaft, Technik, Handwerk oder Verwaltung.
Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Verbundprojekt „Macht und Marginalisierung: Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter“ (MIRAD) wird durch die Arbeitsstelle für kritische, interdisziplinäre und interreligiöse Männlichkeitsforschung (AKIIM) unter der Leitung von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide koordiniert.

Der Verbund – getragen von der Universität Münster (Verbundkoordination), der Universität Passau und der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen – untersucht, in welcher Weise is lambezogene Männlichkeitskonstruktionen Radikalisierungsprozesse bei jungen Muslim*innen in Deutschland begünstigen oder ihnen entgegenwirken. Leitend ist die Annahme, dass „Männ lichkeit“ in diesem Feld umkämpft ist: dominanzorientierte, auf Kontrolle und Überlegenheit gerichtete Entwürfe stehen egalitären, fürsorglichen und verantwortungsorientierten Entwürfen gegenüber.

Das Münsteraner Teilprojekt verbindet quantitative und qualitative Sozialforschung mit einer experimentellen Interventionsstudie: Untersucht wird der Zusammenhang von Kränkungserfah rungen und Männlichkeitskonstruktionen; auf dieser Grundlage werden gendersensible digitale Gegennarrative entwickelt und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Ein zweiter Strang erschließt Koran und prophetische Überlieferung als Ressource für geschlechteregalitäre Männlichkeitsentwürfe.

An der Islamisch-Theologischen Fakultät ist in diesem Projekt ab dem 01.10.2026 die Stelle als

Wissenschaftlicher Mitarbeiterin (E 13 TV-L)

zu besetzen. Angeboten wird eine für 3 Jahre befristete Vollzeitstelle in Postdoc-Position. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung der beantragten Fördermittel.

Ihre Aufgaben:

  • Wissenschaftliche und operative Verantwortung für die Arbeitspakete des empirischen Teilprojekts über die gesamte Projektlaufzeit
  • Entwicklung, psychometrische Prüfung und Validierung des standardisierten Erhebungs instruments zu Kränkung, Männlichkeitsnormen, Kritikfähigkeit, religiöser Orientierung und Radikalisierungsaffinität
  • Inhaltliche und organisatorische Steuerung einer repräsentativen quantitativen Online-Befragung von 700 bis 1.000 jungen Muslim*innen einschließlich Feldzugang, Quotensteuerung und Qualitätssicherung in Zusammenarbeit mit einem externen Erhebungsinstitut
  • Multivariate Auswertung der Befragungsdaten (Regressions-, Mediations- und Moderationsanalysen, latente Profil- bzw. Clusteranalysen)
  • Konzeption, Durchführung und Auswertung qualitativer leitfadengestützter Interviews (ca. 40) sowie von Expert*innen- und Fokusgruppeninterviews
  • Qualitative Inhalts- und kritische Diskursanalyse einschlägiger Social-Media-Inhalte (u. a. TikTok, YouTube, Instagram)
  • Methodische Konzeption und Durchführung der experimentellen Interventions- und Wirksamkeitsstudie zu gendersensiblen digitalen Gegennarrativen (Vorher-Nachher-Design) einschließlich Reichweiten- und Resonanzanalyse
  • Fachliche Anleitung einer Promovierendenstelle sowie der studentischen Hilfskraft
  • Koordination der verbundübergreifenden Zusammenarbeit mit den Teilprojekten in Passau und Aachen/Köln (gemeinsame Datensitzungen, Workshops, Kategoriensystem)
  • Verantwortung für die internationale Publikationsstrategie sowie Mitwirkung an Transfer-, Fortbildungs- und Wissenschaftskommunikationsformaten
  • Mitwirkung an der Organisation der Verbundworkshops, der standortübergreifenden Ringvorlesung und der Abschlusstagung

Unsere Erwartungen:

  • Eine überdurchschnittlich abgeschlossene Promotion in einem einschlägigen sozial-, kultur- oder religionswissenschaftlichen Fach (z. B. Soziologie, Politikwissenschaft, Psycholo gie, Erziehungswissenschaft, Religionswissenschaft, Islamwissenschaft oder Islamische Theologie) und Masterabschluss ist erforderlich
  • Nachweislich methodische Expertise in quantitativer empirischer Sozialforschung: Fragebogenkonstruktion, Item- und Skalenbildung, psychometrische Prüfung (Reliabilität, Validi tät, Faktorenanalysen) sowie multivariate Verfahren einschließlich Mediations-, Modera tions- und Cluster-/Profilanalysen muss belegt werden
  • Sicherer Umgang mit einschlägiger Statistiksoftware (SPSS und/oder R) ist erforderlich
  • Fundierte theoretische Kenntnisse an der Schnittstelle von Männlichkeits- und Geschlechterforschung, Radikalisierungsforschung und Religionsforschung sind unerlässlich
  • Einschlägige Vorerfahrung in eigenständiger Projektarbeit und Drittmittelforschung ist erforderlich
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich
  • Erfahrung mit qualitativen Verfahren (leitfadengestützte Interviews, qualitative Inhalts- und Diskursanalyse, MAXQDA) ist von Vorteil
  • Erfahrung mit experimentellen oder interventionsbasierten Untersuchungsdesigns und deren Evaluation ist wünschenswert
  • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus Bildung, Jugendarbeit oder Präventionsarbeit ist von Vorteil
  • Begrüßt werden Erfahrungen in der Anleitung wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Ausgeprägte Kooperations-, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit sowie Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Sensibilität im Umgang mit einem gesellschaftlich kontrovers diskutierten Forschungsfeld
  • Bereitschaft zu Dienstreisen im Rahmen von Verbundtreffen und Fachtagungen

Ihr Gewinn:

  • Mitarbeit in einem interdisziplinären, bundesweit sichtbaren Forschungsverbund an der ersten islamisch-theologischen Fakultät Deutschlands
  • Erheblichen wissenschaftlichen Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit zur weiteren wissenschaftlichen Qualifizierung (u. a. Habilitation)
  • Eigene Projektmittel für Erhebungen, Tagungsreisen im In- und Ausland sowie Open-Access Publikationen
  • Enge Anbindung an etablierte Transferstrukturen sowie an ein breites Netzwerk wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Praxispartner
  • Wertschätzung, Verbindlichkeit, Offenheit und Respekt – das sind Werte, die uns wichtig sind.
  • Mit einer großen Anzahl an unterschiedlichsten Arbeitszeitmodellen ermöglichen wir Ihnen flexibles Arbeiten – auch von zuhause aus.

Die Universität Münster setzt sich für ein. Wir begrüßen alle Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer oder sozialer Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, Beeinträchtigung, Alter sowie sexueller Orientierung oder Identität. Eine familiengerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen ist uns ein selbstverständliches Anliegen. Eine Stellenbesetzung in Teilzeit ist grundsätzlich möglich.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung, und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bei Fragen vorab kontaktieren Sie gerne Herrn Prof. Mouhanad Khorchide unter .

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung bis zum 28.08.2026 an die

Universität Münster
Islamisch-Theologische Fakultät, FB16
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Ihre Bewerbung kann nur als pdf-Datei berücksichtigt werden. Bitte beachten Sie, dass wir ande re Dateiformate nicht berücksichtigen können.

Ausschreibungskennziffer bei Rückfragen: 2026_07_70